Inside out: Ausgabe Frühling 2018

By admin, 16. April 2018

Grenzenlos im Co-Working Space

Wie Arbeitsplätze in Zukunft architektonisch gestaltet sein könnten, haben sich Studierende für Architektur überlegt.
Ihre Ideen präsentierten sie auf den diesjährigen Kölner Passagen.

 

Flexibel, modular und aus Holz, so stellen sich Architekturstudierende und Tischlerlehrlinge einen Ort für ihre gemeinsame Arbeit vor. 24 von Ihnen haben in einem Projekt unserer Hochschule und der Handwerkskammer zu Köln (HWK) mit computergestützten Entwurfs- und Fertigungsmethoden experimentiert. Das Ergebnis ist der Prototyp Randomize Box/Co-Working Space: Ein mobiles Raumkonzept mit faltbaren Tischen, Hockern und Regalen, dessen Größe und Innenausstattungan den Verwendungszweck angepasst werden kann: als Lagerräume, Einzel- und Gruppenarbeitsplätze. Das Projekt wurde geleitet von Prof. Marco Hemmerling und dem Fachbereich Tischler der HWK.

Noch arbeiten die Architekten und Tischler kaum zusammen, die Studierenden und Lehrlinge sehen das für die Zukunft aber anders: Teamwork in unterschiedlichen großen Gruppen war deshalb ihr Ansatz. Der Kubus lässt sich über die quadratischen Paneele öffnen und komplett verschließen, erweitern und verkleinern. Geplant ist außerdem  eine Online-Plattform, die Außenstehenden die Möglichkeit zum Nachbauen und Optimieren gibt. So könnte das System beispielsweise wasserdicht, wärmeisoliert oder mit Beleuchtungselementen ausgestattet werden.

Wie sieht das Büro eines Freiberuflers aus, und wie das eines Managers? In der Ausstellung Unbounded – Arbeitswelt der Zukunft konnten die Besucherinnen und Besucher anhand einer wählbaren Farbe eine Arbeitswelt durchlaufen und dabei erraten, in welcher sie sich gerade befinden. Ausgehend von der Prämisse, dass in einer sich verändernden Arbeitswelt der Mensch und seine Individuellen Arbeitszeiten, -orte und Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen, haben zehn Studierende der Vertiefung Corporate Architecture des Masterstuiengangs Architektur vier verschieden Arbeitstypen definiert, für diese innerarchitektonische Konzepte entwickelt und dabei klassische Bürostrukturen verschwinden lassen. Die Auflösung am Ende am Ende des Parcours war für manche sehr Überraschend , denn dass man nicht mehr sicher war, welchen Arbeitstypen man tatsächlich durchlaufen hatte, war von den Studierenden beabsichtigt.

„Grenzen verschwimmen auch in den Hierachiestrukturen zwischen Arbeit und Freizeit. Dadurch entsteht eine große Sinnhaftigkeit im Arbeiten“, sagt Studentin Yara Naumann über Unbounded. Die Ausstellung bot den Gästen gleichzeitig Raum, sich auszutauschen und über ihre Eindrücke und Zukunftsaussichten zu diskutieren. Dazu soll ein Ergebnisbericht folgen. Unter der Leitung von Prof. Siegemund wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit Projekt Rheinland realisiert.