Agentur 2030 | David Buchter

Agentur 2030
Arbeiten 4.0
Studienarbeit von David Buchter

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Bereits heutzutage ermöglicht das Cloud Computing ortsunabhängig auf seine Daten zuzugreifen. Neben der physischen Form besteht die eigene Person auch durch seinen digitalen Fußabdruck, und erzeugt somit eine Masse an Daten die ausgewertet und nützlich gemacht werden können um Umgebungen an die jeweiligen Nutzer anpassen zu können. Gebrauchsgegenstände werden weiter entwickelt und sind künftig online. Mit dem „Internet der Dinge“ tritt ein neues Technologiezeitalter an. Wie könnte eine Werbeagentur 2030 nach der vierten Industriellen Revolution aussehen? Was befindet sich in einem Büro wenn Electronic Paper Aktenschränke und Ordner überflüssig machen? Wo und wie findet die Interaktion zwischen Mensch und Computer statt, wenn Sensoren die mechanische Eingabe von Befehlen per Tastatur und Maus am Schreibtisch ersetzen? Welche Funktion können raumbildende Elemente durch die Verknüpfung mit dem Internet erhalten? Ist es möglich stetig komplexer werdende Prozesse darzustellen und lesbar zu machen? Können sich Büroräume künftig an die jeweiligen Nutzer anpassen oder bestehen sie ohnehin nur noch virtuell? Dieser Entwurf beschäftigt sich als Case Study „Agentur 2030“ mit diesen Fragen.

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Der immer unabhängiger werdende räumliche Lebensstil und die Kommunikation über Telepresence machen das Büro als t.gliche Arbeitsstätte zunehmend überflüssig. Jedoch wird trotz der stetig ansteigenden Digitalisierung der Gedankenaustausch Vis-.vis weiterhin von hoher Bedeutung bleiben. Das Büro fungiert auch künftig als vertraute Stätte welche die erforderliche Infrastruktur bereitstellt. Da sich das Unternehmen in der Videokommunikation auch als Branded Environment zeigt, überträgt sich dieses in den virtuellen Raum. Das Büro 4.0 verfügt über raumbildende Displays, durch die der Einbezug von optischen Medien als Gesprächsgrundlage vereinfacht wird. Durch die parametrische Verknüpfung können zügig individualisierbare Raumelemente entwickelt werden. Ausbauraster, wie auch die Radien der Bildschirmkrümmung können nach Bedarf verändert werden. Die Büroplanung kann automatisiert erfolgen, somit kann die bereitgestellte Architektur flexibler genutzt werden. Recommendation Engines erfassen die künftige Belegung des Büros anhand der Tracking-Daten und Terminpläne der Mitarbeiter und geben somit die unbelegten Arbeitsplätze den Nutzern entsprechend der geplanten Arbeitsabläufe frei. Die Bearbeitung vertraulicher Daten wird mittels Personal Area Networks (PAN) und auf einzelne Räume begrenzte Li-Fi-Netzwerke (optische Datenübertragung mittels LEDs) sicherer. Die Einbeziehung und Darstellung von Inhalten, aus den Sozialen- wie auch Firmeninternen Netzwerken, beflügelt die Kommunikation im Real Life, indem das physische Erscheinungsbild der Mitarbeiter durch das digitale Profi l ergänzt wird. Dadurch wird direkt visuell ersichtlich wen man, trotz kontinuierlich changierenden Bürobesetzung, in Bezug auf die Fachkenntnisse aber auch bezüglich Vertraulichkeit gegenüber sitzen hat.

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